Ein bewegender Auftakt: Salon Underground in Heidelberg

Ein bewegender Auftakt: Salon Underground in Heidelberg

 

Das erste Wochenende von Salon Underground in Heidelberg liegt hinter uns und wir sind noch immer erfüllt von den Begegnungen, Gesprächen und Stimmen, die diesen Auftakt so besonders gemacht haben.

Den Anfang machte die Kinovorstellung von „The Mission / Ferestadeh“ in Anwesenheit des Regisseurs Parviz Sayyad. Im Anschluss nahm sich Sayyad Zeit für die Fragen des Publikums und sprach über seine Arbeit, über Iran, Exil, Zensur und die Verantwortung von Kunst in Zeiten politischer Unterdrückung.

Danach folgte die Podiumsdiskussion mit Jasmin Tabatabai, Niloufar Taghizadeh, Parviz Sayyad und Frederic Ulferts in der Moderation. Gemeinsam wurde vertieft, was der Film und Sayyads künstlerischer Weg sichtbar machen: die Kraft zensierter Kunst, die Erfahrung von Vertreibung und Widerstand und die Frage, wie Geschichten weiterleben, auch wenn sie zum Schweigen gebracht werden sollen.

Besonders eindrucksvoll waren die gelesenen Buchausschnitte, in denen Sayyad von Begegnungen, Verlusten und der Verantwortung unabhängiger Kunst erzählt. Seine Texte führten mitten hinein in die Frage, was es bedeutet, wenn Kino nicht nur erzählen, sondern auch verschweigen muss. Sie machten spürbar, wie tief Zensur in das kulturelle Gedächtnis eingreift und wie notwendig es ist, Räume zu schaffen, in denen diese Erfahrungen geteilt werden können.

Wir bedanken uns von Herzen bei allen Gästen. Jede Stimme, jede Frage und jeder Beitrag hat diesen Abend bereichert. Genau dafür wurde Salon Underground ins Leben gerufen: als Ort der Sichtbarkeit, des Austauschs und der Verbundenheit mit Künstler*innen, deren Arbeit von Zensur, Widerstand und dem Drang nach Freiheit geprägt ist.

Die Reise geht weiter: Wer Parviz Sayyad noch einmal persönlich erleben möchte, hat bei den kommenden Stationen die Gelegenheit dazu.  Am 24.06. im Odeon Kino Köln, am 25.06. im Metropol Düsseldorf und am 13.07. auch in Frankfurt am Main.