Wie Götter speisen – Islam in Iran

„Wie Götter speisen – Islam in Iran“ (2022)
„Les dieux passent à table – Les musulmans d’Iran“

Dokumentation: 26 Minuten
Buch: Catharina Kleber
Regie: Catharina Kleber und Niloufar Taghizadeh
Die Art und Weise, wie wir essen, wird seit jeher von religiösen Speisevorschriften und Traditionen bestimmt. Autorin Catharina Kleber erkundet, wie die Religion die Küche in fünf verschiedenen Regionen der Welt geprägt hat. In Iran, auf der Suche nach den Spuren des Islam in der Küche, geht die Reise zum Feiertag Eyd-e-ghorban nach Teheran. Ein Imam erklärt die Wurzeln des islamischen Opferfestes und führt stolz durch seine Konditorei. Beiden Berufen liegt dieselbe Berufung zugrunde: den Menschen Freude zu bringen. Im Restaurant von Ali Attar hat Köchin Bahareh das sagen. Hier wird ein Festmahl für 250 Personen gekocht und anschließend in kleine Boxen verpackt: Es soll jeder genug haben an diesem Tag und das Essen wird an Bedürftige verteilt. In Isfahan kann man in der duftenden Welt eines Gewürzhändlers erleben, wie Essen und Heilung in diesem Land untrennbar miteinander verbunden sind. Auch diese Verbindung wurzelt im Glauben. Ausgerechnet eine gläubige Christin kocht das traditionellste aller islamischen Rezepte, das Sholeh Zard. Dies fügt sich ein in eine Reihe von Begegnungen, bei denen die Menschen öfter von Tradition sprechen als von Glauben, öfter von Kultur als vom Koran. Eine Erkundungsreise voller Begegnungen und Entdeckungen. Mit Humor und Wärme werden Sprachbarrieren mühelos überwunden. Jede Begegnung ist eine Chance, jedes Gespräch eröffnet eine Welt. Die Gastfreundschaft ist der Schlüssel. Diese Tugend ist das Herz einer Gesellschaft, die ihre Türen nicht vor Neuem versperrt, sondern mit viel Leidenschaft ihre sagenhaften Geschichten teilt.

Im Auftrag des ZDF
in Zusammenarbeit mit ARTE
Gefördert durch die MFG Filmförderung Baden-Württemberg
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