Wie Götter speisen – Judentum in den USA

„Wie Götter speisen – Judentum in New York“ (2022)
„Les dieux passent à table – Les juifs de New York“

Dokumentation: 26 Minuten
Buch: Catharina Kleber
Regie: Catharina Kleber und Niloufar Taghizadeh
Die Art und Weise, wie wir essen, wird seit jeher von religiösen Speisevorschriften und Traditionen bestimmt. Autorin Catharina Kleber erkundet, wie die Religion die Küche in fünf verschiedenen Regionen der Welt geprägt hat.
In New York City ist das Weltzentrum der jüdisch-orthodoxen Chabad. Influencerin Chanie Apfelbaum betreibt von hier einen Instagram-Kanal und schreibt Kochbücher, um jungen Menschen das Judentum schmackhaft zu machen. Wie alle Chabad befolgt Chanie streng die koscheren Ernährungsregeln und trennt Milch- und Fleischprodukte sowohl in ihrer Küche als auch in ihren Rezepten. Weitaus entspannter ist Peter Shelsky, dessen Bagels ursprünglich von jüdischen Einwanderern hergestellt wurden. Heute werden die belegten Kringel von allen New Yorkern als lokale Delikatesse geliebt. Früher wurde auf eine strikte Trennung in „Appetizing Stores“ für Lachs und Creamcheese Bagels und „Delis“ für fleischbelegte Sandwiches geachtet. Heute haben die Einflüsse anderer Kulturen im „melting pot“ New York die Grenzen oft verschwimmen lassen. Die Sandwiches sind überaus populär, aber kosher ist sein Laden ganz sicher nicht.
So geht es vielen Menschen hier: Sie kennen die Wurzeln ihrer Kultur, sie feiern die Feiertage und ihr Erbe, aber sie finden ihren eigenen Weg, mit den Regeln umzugehen oder sie zu umgehen. Was ihnen bleibt, sind Rezepte und Traditionen, die sie mit Begeisterung weitergeben. Sie sind wichtige Bestandteile der amerikanischen Kultur und schmecken jedem, der sie probieren darf.

Im Auftrag des ZDF
in Zusammenarbeit mit ARTE
Gefördert durch die MFG Filmförderung Baden-Württemberg
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